26. Juni 2014

3 Fragen an 3 Kaffeefreundinnen: "Eine Postkarte aus..."

gebloggt von: Eva, Nora und Rike
3 Fragen ... eine Postkarte aus
Weiter geht's mit unseren 3 Fragen an uns selbst. Das Thema: "Eine Postkarte aus...". Wir erzählen euch von den schönsten Orten, den besten Städten ... und auch von Postkarten. Schreibt Ihr noch welche?

DEINE LIEBLINGSSTADT FÜR STÄDTETRIPS?
Eva: Puh, schwierig. Der letzte Städtetrip führte mich nach Istanbul - ein sehr toller und empfehlenswerter Ort dafür. Generell finde ich, dass viele Städte tolle Ecken bereithalten - besonders, wenn man von den vorgegebenen Touristenwegen abweicht und sich einfach durch die Stadt treiben lässt und von Cafés aus das Leben auf der Strasse beobachtet. Von Orten, die in Reiseführern empfohlen werden, bin ich leider meistens enttäuscht. Meistens nutze ich für Tipps dann Foursquare und die integrierten Bewertungen - das zeigt immer ziemlich gut, wo gerade das Leben in der Stadt pulsiert und es sich lohnt, vorbeizuschauen.
Nora: Vor 16 Jahren hätte ich Rom gesagt, allerdings war ich letztes Jahr wieder da und sehr entäuscht. Zu viele Touristen können eine Stadt echt kaputt machen. Und das klingt natürlich besonders blöd, wenn man selbst Tourist ist. Jetzt ist es Budapest. Die Stadt hat einfach Charakter, ist schön spröde im Charme und hat tolle Kneipen. Außerdem kann man überall Wasserpfeife rauchen und das entspannt einfach gut, wenn man vorher den ganzen Tag durch die Stadt gelaufen ist.
Rike: Ich liebe Städte mit toller Architektur, netten Cafés, charmanten Straßen und kleinen Läden, in denen man stöbern kann. Es muss natürlich nicht immer alles auf einmal sein. An Amsterdam mag ich vor allem die Entspanntheit und das pittoresque Jordaan-Viertel, an Berlin die vielen Cafés und unterschiedlichen Stadtteile, an London die Museen, Cafés und Märkte wie den Borough Market. Und das Tolle: in Städten gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

EINER DER SCHÖNSTEN ORTE, DEN DU JE AUF REISEN GESEHEN HAST...
Eva: Der beeindruckenste Ort war für mich definitiv der Gipfel des Vulkans Rinjani auf Lombok. Nicht besonders sportlich haben wir uns in einem Tag auf den Kraterrand gequält und dort übernachtet. Dieser Sternenhimmel über der Wolkendecke (das einzig andere, was wir gesehen haben, war der Vulkan auf der Nachbarinsel Bali) war so unglaublich, so weit weg von allem, das ich bisher gesehen hatte. Das Ganze war so surreal - die Landschaft total unberührt, nur hier und da ebenfalls diese orangenen Zelte, mit denen die Truppen dort unterwegs sind. Und dazu so nah am Himmel, dass mir fast schwindelig wurde, wenn ich meinen Kopf hob.
Nora: Das war wohl die Ilha Grande in Brasilien, eine Insel in der Nähe von Rio de Janeiro. Die Insel besteht fast nur aus Regenwald und dort fahren keine Autos. Als ich vor Jahren dort war, hat es fast nur geregnet, was die Insel aber noch schöner gemacht hat. Es kann auch sein, dass meine Wahrnehmung durch den Kontrast mit Rio de Janeiro leicht beeinflusst wurde. Neben Samba und Strand sieht man da nämlich auch viel Hässliches.
Rike: Das war die Küste rund um Göteborg. Den Ausflug an eine kleine Bucht unterhalb von Göteborg habe damals in meinem Reisetagebuch festgehalten: "Dann kam Sarö! Wir hatten spontan entschieden, kurz vor Göteborg noch mal ans Meer zu fahren. Und die Wahl fiel auf ebenbesagtes Sarö. So fuhren wir durch einen Ort, der wohl ebenso viele Golfplätze wie Einwohner zu haben schien und vielleicht das Blankenese von Göteborg war. Wir bogen hier und dort ab, hielten auf einem kleinen Parkplatz und folgten einem Weg in den Wald. Ein hübscher, lichtdurchfluteter Wald, der plötzlich zu einem überaus hübschen Strand führte, der in einer sagenhaften Bucht lag, umgeben von Bäumen, die an Südfrankreich erinnerten. Seitlich der Bucht erhoben sich die für die bei Göteborg beginnende Schärenküste typischen Felsen, die einst vom Wasser glattgeschliffen wurden und auf denen man wunderbar herumklettern kann. Wir fühlten uns ein wenig wie Abenteurer, über uns die Sonne, unter uns das Meer und wir hüpften über die Felsen und staunten über die tolle Aussicht. Was für ein Nachmittag!"

SCHREIBST DU ÜBERHAUPT NOCH POSTKARTEN?
Eva: Wenn wir an exotischen Orten unterwegs sind, schon. Entweder sind die Postkarten so schön, oder so hässlich, dass ich das Bedürfnis habe, einige liebe Menschen damit zu beglücken. :) Ich schreibe meistens nichts, wenn es in Stress ausartet oder die Reise kürzer als eine Woche ist.
Nora: Ich kaufe noch Postkarten, schreibe manchmal und verschicke sehr selten. Obwohl ich mich immer sehr über Postkarten freue, schicke ich eigentlich nur noch welche an meine Großeltern. Shame on me.
Rike: Die wichtigste Info zuerst: ich bin eine miserable Postkartenschreiberin und tue mich sehr schwer damit - schon immer! Über "...das Wetter ist gut..." und "...wir haben dies und das gemacht..." kam ich nie hinaus und bin daher ganz froh, dass man in unserem Alter keine Postkarten mehr schreiben muss :-). Ganz anders Eva und Nora: die beiden können hervorragend Postkarten schreiben und füllen die Fläche bis in den letzten Winkel mit amüsanten Geschichten aus! Und wenn ich dann eine solche Postkarte bekomme, freue ich mich sehr. Postkarten sind ja irgendwie wie Fotoalben ... und zwar wie analoge, also richtige Alben! - eine sehr vernachlässigte, aber sehr schöne Sache. Wenn ich so darüber nachdenke - vielleicht werde ich aus meinem nächsten Urlaub ja doch wieder eine Postkarte schreiben...

Hier gibt alle weiteren 3 Fragen an 3 Kaffeefreundinnen.

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